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Ja, es ist wahr. So hat es eine Kollegin aus Kiew der Deutschlehrerin Evelina aus Sczcytno in Polen bestätigt. Denn Evelina konnte einfach nicht glauben, was sie im Fernsehen gesehen hatte. Die Rede ist natürlich vom Beginn des Angriffkrieges in der Ukraine. Davon hat uns Evelina, ein Mitglied der Baptistengemeinde in Sczcytno, erzählt. Thomas Vorwerk und ich konnten mir ihr und zwei weiteren Gemeindegeschwistern aus Polen Anfang der Woche sprechen. Dazu gleich mehr.

Mittlerweile sind rund 4 Millionen Menschen aus der Ukraine in die Nachbarländer geflüchtet. In Worten: Vier Millionen. Das sind noch mal rund 300.000 Menschen mehr als in Berlin aktuell wohnen. Und wir alle wissen, wenn mir mal zur Feierabendzeit in der Stadt unterwegs sind, nur zu gut: hier wohnen schon sehr viele Menschen. Auf mich wirkt dieser Krieg immer noch völlig unwirklich, wie ein schlechter Traum. Für die Menschen, die ihr vertrautes Leben und ihre Heimat zurücklassen mussten, die Familienmitglieder und Freunde in diesem Krieg verloren haben, die dieses sinnlose Leid und Tod erleben müssen, ist es leider kein Traum, aus dem sie nur aufzuwachen brauchen. Sie, all die Frauen, Männer, Kinder, alte und junge, schlafen jetzt auf fremden Matratzen, in einem fremden Haus. Und manche von ihnen wohnen derzeit im Sommerfreizeithaus der Baptistengemeinde Szczytno, im Westen Polens. Die Gemeinde hat ihr Sommerhaus als Unterkunft für Geflüchtete zur Verfügung gestellt. Um die nötige Unterstützung geben zu können, baten sie um finanzielle Hilfe. Und wir als Baptistengemeinde Berlin-Oberschöneweide wollten ihnen gerne helfen. Neben einer Soforthilfe aus dem Sozialfonds der Gemeinde konnten wir mithilfe auch eurer großen Spendenbereitschaft insgesamt 6.500,- Euro an die Geschwister in Polen überweisen. Vielen Dank für eure Anteilnahme!

2022 Zoom Meeting Polen

Thomas Vorwerk und ich hatten vor ein paar Tagen Gelegenheit, per Video mit Anna, Evelina und Magdalena aus der Gemeinde in Szczytno zu sprechen. Sie haben uns vom Stand der Umbauarbeiten ihres Sommerfreizeithauses in Świętajno, einem kleinen Ort unweit von Szczytno, berichtet, von der Versorgung, die sie dabei erleben und wie es ihren ukrainischen Gästen geht. 60 ukrainische Menschen leben aktuell bei ihnen. Die meisten von ihnen sind große Familien, mit 5-6 Kindern. Und alle wollen mithelfen, wie uns Anna berichtete. Die Frauen beim Kochen, Wäsche waschen und sortieren. Die Männer packen bei den Baumaßnahmen an. Sogar die Kinder räumen mit auf. Evelina ergänzte, dass es sie sehr beruhigt hat, zu sehen, dass die Kinder sich auch einfach wie ganz normale Kinder benehmen: sie stören, sie wollen mithelfen oder sie „klauen“ Süßigkeiten von den Vorräten. Die oben erwähnte Kollegin von Evelina ist mit ihrer Familie mittlerweile in den Westen der Ukraine umgezogen. Jetzt versuchen sie Computer zu besorgen, damit der „normale“ Deutschunterricht im Land nun online fortgesetzt werden kann. Ich habe sie auch gefragt, wie ihr Engagement für die Geflüchteten ihr eigenes Gemeindeleben verändert hat. Ihre Antwort: Es hat alles verändert, um 180 Grad. Im Vorgespräch hat mir Anna einen schönen Satz gesagt: Jetzt müssen wir zeigen, was wir in den ganzen Bibelstunden gelernt haben. Das ganze Gespräch mit Anna, Evelina und Magdalena haben wir aufgezeichnet und ihr könnt es euch in voller Länge – 51 Minuten – HIER anschauen.

2022 Zoom Meeting Polen 22022 Zoom Meeting Polen 3


Abendgebet 850

Bei unserem wöchentlichen Abendgebet um 5 nach 6, jeden Dienstag, 18:05 Uhr im Gemeindehaus, beten wir um den Frieden für die Ukraine, für unsere Nachbarschaft, für die Gemeinde und für die Familien. Herzliche Einladung zur Teilnahme. Zur Stärkung des Gebets habe ich bereits an anderer Stelle einige weitere Gebetsmöglichkeiten vorgestellt. HIER lassen sie sich noch einmal nachlesen.

Gebet vor GottesdienstGebet vor GottesdienstCheck In GebetGebetspartnerschaften


Auch wenn die Infektionszahlen in unserem Land nach wie vor sehr hoch sind, werden die Schutzmaßnahmen gelockert. Auch wir in der Gemeindeleitung haben darauf reagiert und wollen unsere Maßnahmen in den Gottesdiensten weiter lockern. Hier die wichtigsten Veränderungen: die 3G-Zugangbeschränkung fällt weg, am Sitzplatz kann die Maske abgenommen werden, Singen mit Maske ist wieder möglich und das Kirchencafé nach dem Gottesdienst startet wieder. Weiterhin gültig bleiben folgende Maßnahmen: Bewegen im Gemeindehaus nur mit FFP2-Maske, Einhaltung des Mindestabstands, Hygieneregeln (Handdesinfektion, bei Erkältungssymptome zuhause bleiben etc.). Insgesamt wollen wir wieder mehr auf Eigenverantwortung anstelle von verordneten Maßnahmen setzen. Das bedeutet, dass es in der Verantwortung eines jeden einzelnen Teilnehmenden in unseren Gottesdiensten oder anderen Treffen steht, zu entscheiden, wie weit er oder sie die hier beschriebenen Lockerungen persönlich anwendet. Lasst uns weiterhin mit Rücksicht und Anteilnahme aufeinander achten und liebevoll einander in unseren Unterschiedlichkeiten respektieren. Also eigentlich könnten wir auch sagen: Lasst uns die christlichen Tugenden umsetzen, die auch schon lange vor Corona gegolten haben.

Gottesdienstbanner


Kreuz Saal 850

In zwei Wochen ist bereits Ostern. Das ist mir gerade mit Erschrecken klar geworden. Haben wir nicht gerade erst das neue Jahr begonnen? Nun ist es so und ich weise euch gerne schon auf unsere Ostergottesdienste hin: Am Karfreitag, den 15. April, feiern wir um 10 Uhr Gottesdienst, in dem wir den Passionsweg und die Kreuzigung Jesu in Liedern, Bibelworten, Gedanken und Gebeten nachvollziehen wollen. Am Ostersonntag, den 17. April, 10 Uhr, sehen wir uns wieder zum Auferstehungsgottesdienst. Und zum Osterfrühstück. So ist es zumindest angedacht. Für das Frühstück braucht es allerdings noch einige Unterstützung. Sabine V. hat dazu einen lesenswerten Beitrag im aktuellen Gemeindebrief geschrieben, den ihr euch HIER nachlesen könnt. Außerdem benötigen wir einen Überblick, wie viele Menschen ungefähr zum Osterfrühstück kommen werden. Am kommenden Sonntag wird dazu eine Liste in der Gemeinde ausliegen, in der ihr euren Namen eintragen könnt und mit wie vielen Personen ihr plant zu kommen. Alternativ könnt ihr euch auch per Email anmelden, über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Schon über viele Jahre unterstützen wir finanziell das Kinderheim in Alem/ Argentinien, ein Projekt der EBM International. Damals angestoßen von einem Mitglied unserer Gemeinde, das genau dort ein Volontariat über die EBM International absolviert hat. Nun wollen wir uns der Frage stellen, wie wir die langjährige Verbindung nach Argentinien noch vertiefen können. Wäre eine Partnerschaft mit der Baptistengemeinde vor Ort denkbar? Wie würde diese aussehen und was würde das für uns verändern? Darüber wollen wir – die Mitglieder der Gemeindeleitung – an einem ersten Sondierungsabend mit euch ins Gespräch kommen. Wir laden euch herzlich ein: am Dienstag, den 5. April, um 19 Uhr. Als Gast haben wir außerdem Matthias Dichristin eingeladen. Er ist Teamleiter für Promotion und Fundraising in der EBM International und kann uns durch seine große Erfahrung – gerade auch bei länderübergreifenden Gemeindepartnerschaften – kompetente Auskünfte geben.

Kinderheim Alem Argentinien 850


Und hier noch ein kurzfristiger Hinweis auf zwei wichtige Veranstaltungen, die bereits an diesem Wochenende stattfinden:

Am Samstag, 02. April, wollen wir bei unserem Gemeinde-Frühjahrsputz das Haus und den Garten schön machen. Wir planen von 9.30 Uhr bis 14 Uhr vor Ort zu sein. Je mehr Leute mitmachen, umso schneller werden wir fertig sein.

Am Sonntag, 03. April, haben wir unsere Jahresmitgliederversammlung. Direkt im Anschluss an den Gottesdienst werden wir zwei neue Diakone für die Gemeindeleitung wählen. Dann können wir uns bei einem Mittagsimbiss stärken. Ab ca. 12 Uhr werden wir in unserer Mitgliederversammlung auf das vergangene und auf das aktuelle Jahr blicken, den Jahreshaushalt verabschieden und manches mehr miteinander beratschlagen. Im letzten Jahr ist es vorgekommen, dass wir bei einer Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig waren, da nicht genügend Mitglieder vor Ort waren. Wir hoffen, dass das eine Ausnahme blieb.


2022 Ökumenisches friedensgebet 2022

Schließen möchte ich diese Ausgabe der Frischen Mitteilungen mit dem Ökumenischen Friedensgebet. Das ist eine Initiative von missio Aachen, missio München und der Evangelischen Mission Weltweit (genauere Informationen dazu HIER), welche in jedem Jahr ein Friedensgebet veröffentlicht. In diesem Jahr wurde das Gebet von Sr. Mary Grace Sawe verfasst. Sie wurde 1974 in Kenia geboren und ist Missionsschwester. 2010 kam die ausgebildete Krankenschwester nach Deutschland. Ihre Arbeit lehrte sie unter anderem, wie wichtig Zuhören ist – vor allem bei kranken und gebrechlichen Menschen. Seit 2016 arbeitet sie als Seelsorgerin in einer deutschen Gemeinde. Mit Blick auf ihre Heimat hofft sie auf friedliche Präsidentenwahlen im Sommer 2022.

Friedensgebet

Gütiger Gott, wir sehnen uns danach, miteinander in Frieden zu leben.

Wenn Egoismus und Ungerechtigkeit überhandnehmen,
wenn Gewalt zwischen Menschen ausbricht,
wenn Versöhnung nicht möglich erscheint,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Wenn Unterschiede in Sprache, Kultur und Glauben uns vergessen lassen,
dass wir deine Geschöpfe sind und dass uns die Schöpfung
als gemeinsame Heimat anvertraut hast,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Wenn Menschen gegen Menschen ausgespielt werden,
wenn Macht ausgenutzt wird, um andere auszubeuten,
wenn Tatsachen verdreht werden, um andere zu täuschen,
bist du es, der uns Hoffnung auf Frieden schenkt.

Lehre uns, gerecht und fürsorglich miteinander umzugehen
und der Korruption zu widerstehen.

Schenke uns mutige Frauen und Männer, die die Wunden heilen,
die Hass und Gewalt an Leib und Seele hinterlassen.

Lass uns die richtigen Worte, Gesten und Mittel finden, um den Frieden zu fördern.

In welcher Sprache wir dich auch als „Fürst des Friedens“ bekennen,
lass unsere Stimmen laut vernehmbar sein gegen Gewalt und gegen Unrecht.
Amen.

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Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

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